Über mehrere Monate habe ich nicht wirklich den Buddhismus praktiziert, vor allen Dingen nicht meditiert. Erst seit ein paar Tagen bin ich wieder regelmäßig dabei und die Erkenntnis stellt sich ein, dass ich eine ganz lange Zeit "weg" war. Fern vom Buddhismus. Dabei liegt die Lödung doch so nahe und man erkennt sie, wenn, ja wenn man meditiert. Allerdings habe ich auch gelesen, dass es völlig normal ist, sich zu Anfang auch eine Zeit lang zu distanzieren um dann voller Reue wieder zurückzukehren.
Nun sitze ich hier, mit meiner neuen Erkenntnis, trinke einen Tee und habe mir sogar zwei Kerzen angezündet. Mein Geist ist wieder klar oder zumindest viel klarer als noch vor wenigen Tagen. Ich verstehe nun, wieso die Nonnen und Mönche sich täglich in der Praxis üben, da man sonst doch zu schnell, zu einem leidvollen Leben zurückkehrt. Es fasziniert mich, wie einfach man aber doch den Pfad wiederfindet, wenn man ihn denn sucht und das kann man nur über die Meditation. Ich bin nahezu berauscht, welch Klarheit sich einstellt, wenn man den scheinbar doch oft so einfach erscheinenden, sich aber so schwierig erweisenden Weg der Meditation geht.
Eigentlich ist es doch einfach, man setzt sich hin und meditiert, 2 mal am Tag. Aber man tut es nicht! Trotz besseren Wissens meint man, auch ohne ganz gut klar zu kommen. Das stimmt jedoch nicht aber man weiß es erst dann, wenn man wieder meditiert.
Buddha gebe mir die Erleuchtung es Erinnerns an die tägliche Praxis.
Dieser Blog soll allen als Einführung dienen, die sich für Buddhismus interessieren, die erfahren möchten, wie man damit Probleme des alltäglichen Lebens löst und wie es mir, als ehemaliger Katholik, auf meinem neuen Weg von Anfang an geht, was ich erlebe, was sich verändert. Ich habe noch wenig Erfahrung mit dem Buddhismus aber so wird es vielen gehen, die von einer anderen Glaubensrichtung abkommen und sich im Buddhismus wiederfinden. Gerne lese ich Eure Kommentare und Anregungen.
Mittwoch, 5. Oktober 2011
Mittwoch, 27. April 2011
Oh jeee ....
Hallo Ihr Lieben,
bin seit Wochen im Stress und ziehe nun auch noch um. Deshalb konnte ich nichts mehr schreiben, selbst das Meditieren konnte ich nur noch sporadisch ausüben, was mir nicht gerade hilft. Aber in Kürze sollte alles geschafft sein, dann werde ich versuchen, wieder regelmäßig zu schreiben.
Euer Buddhy
bin seit Wochen im Stress und ziehe nun auch noch um. Deshalb konnte ich nichts mehr schreiben, selbst das Meditieren konnte ich nur noch sporadisch ausüben, was mir nicht gerade hilft. Aber in Kürze sollte alles geschafft sein, dann werde ich versuchen, wieder regelmäßig zu schreiben.
Euer Buddhy
Dienstag, 11. Januar 2011
Der ganz persönliche Buddhismus ...
Die meisten Menschen, die sich, noch ganz jungfräuchlich, für den Buddhismus interessieren, versuchen diesen durch eine Art "Anleitung" zu erörtern. Wie werde ich Buddhist, was muss ich als Buddhist tun, usw. Auch mir ging es nicht anders aber ich begreife immer mehr, dass ein jeder für sich selbst, einen ganz persönlichen, buddhistischen Weg gehen wird. Müssen, muss man nämlich gar nicht. Buddha selbst hat gefordert, dass jeder, jede seiner Lehren hinterfragt, sie prüft und einschätzt und nur, wenn er mit dem gelehrten einverstanden ist, danach praktiziert. Er hat immer wieder betont, dass er auch nur ein Mensch ist, kein Gott oder gottgleiches Wesen, dass es anzubeten gilt und dessen Worte man ungeprüft annimmt.
Wenn man sich, einmal auf dem eigenen Weg zum Buddhismus schreitend, mit den verschiedenen Glaubensrichtungen befasst, wird man feststellen, dass es manche gibt, mit ganz strickten Regeln und Vorstellungen, die ich persönlich einengend finde. Andere widerum sind absolut im Hier und Jetzt unserer Zeit angekommen, wie z.B. den Weg, den Thich Nhat Hanh vorlebt. Ich interpretiere den Buddhismus als einen formbaren Glauben, der zwangsläufig zu mehr Meschlichkeit und Harmonie führt, der sich den eigenen Lebensumständen anpasst und ganz ohne einen Gott auskommt.
Wenn man sich, einmal auf dem eigenen Weg zum Buddhismus schreitend, mit den verschiedenen Glaubensrichtungen befasst, wird man feststellen, dass es manche gibt, mit ganz strickten Regeln und Vorstellungen, die ich persönlich einengend finde. Andere widerum sind absolut im Hier und Jetzt unserer Zeit angekommen, wie z.B. den Weg, den Thich Nhat Hanh vorlebt. Ich interpretiere den Buddhismus als einen formbaren Glauben, der zwangsläufig zu mehr Meschlichkeit und Harmonie führt, der sich den eigenen Lebensumständen anpasst und ganz ohne einen Gott auskommt.
Montag, 10. Januar 2011
Ich war endlich wieder in meiner Sangha!
Ich hätte nicht gedacht, dass mir die gemeinsamen Abende in meiner Sangha (so nennt man die buddhistische Gemeinde) so fehlen würden. Wie ich schon geschrieben hatte, bin ich, bedingt durch das zuletzt bescheidene Wetter, 3 Wochen nicht zu meiner Sangha gekommen. Als das Wetter dann endlich besser wurde, fiel das Sanghatreffen aus :-( Dann waren es schon vier Wochen! Es ist schon was anderes, in der Gemeinschaft zu meditieren und sich auszutauschen. Die Treffen mit der gemeinsamen Meditation heben mich auf ein ganz anderes Level der Ruhe. Ich kann nicht beurteilen, wie es in anderen Sanghas zugeht aber ich kann es jedem nur empfehlen, sich einmal umzuhören, ob es in der Nähe eine Sangha gibt.
Meine Buchempfehlungen / Bücher zum Thema Buddhismus
Ich hatte es ja schon angekündigt, Euch ein paar Bücher vorzustellen, die mir sehr geholfen haben und die ich auch sehr interessant fand. Ich habe alle Bücher persönlich gelesen, empfehle also nicht blind irgendetwas :-)
Mit diesem Buch hat alles bei mir begonnen. Auch wenn es kein Buch direkt zum Thema Buddhismus ist, so geht aus auch hier darum, in der Gegenwart zu leben.
Ein weiteres Buch, dass mich dann dem Buddhismus deutlich näher brachte:
Dieses Buch kann ich jedem empfehlen. Es ist sehr, sehr gut geschrieben. Der Autor verbringt 10 Tage in einem indischen Meditationszentrum. 10 Tage Schweigen und bis auf wenige Pausen, wird den gesamten Tag meditiert. Hochinteressant!
Dieses Buch lehrt Euch, im Hier und Jetzt zu leben. Ein Muß!
Hier eine sehr gute, verständliche Einführung in den Buddhismus.
Dazu gleich passend, die richtige Meditationsanleitung:
Mit diesem Buch hat alles bei mir begonnen. Auch wenn es kein Buch direkt zum Thema Buddhismus ist, so geht aus auch hier darum, in der Gegenwart zu leben.
Ein weiteres Buch, dass mich dann dem Buddhismus deutlich näher brachte:
Dieses Buch kann ich jedem empfehlen. Es ist sehr, sehr gut geschrieben. Der Autor verbringt 10 Tage in einem indischen Meditationszentrum. 10 Tage Schweigen und bis auf wenige Pausen, wird den gesamten Tag meditiert. Hochinteressant!
Dieses Buch lehrt Euch, im Hier und Jetzt zu leben. Ein Muß!
Hier eine sehr gute, verständliche Einführung in den Buddhismus.
Dazu gleich passend, die richtige Meditationsanleitung:
Freitag, 31. Dezember 2010
Gefühle einer Meditation
Ich gelange so langsam an den Punkt, an dem ich erkenne, wann ich tief in die Meditation eingetaucht bin. Es läßt sich schwer in Worte fassen, wie sich eine "geglückte Meditation" anfühlt. Es ist ein Hinabtauchen in die innere Ruhe, ein Schweben auf einer Wolke, die jedoch fest mit der Erde verwurzelt ist. Vielleicht kennt Ihr das, wenn Ihr morgens aufwacht, nicht etwa durch den Wecker geweckt, sondern sanft dem Schlaf entweicht, die Augen noch geschlossen aber der Geist ist wach und bemerkt die wohlige Wärme des Bettes, die totale Entspannung. Ich finde dieser Zustand beschreibt in etwa die innere Ruhe, die bei einer Meditation entritt, wenn man es schafft, die Gedanken zum Schweigen zu bringen und das ist eine unfassbar große Herausforderung. Ich habe über Retreats in Indien gelesen, bei denen 10 Stunden am Tag meditiert wird. Gerade wenn man ungeübt ist, kann man sich kaum vorstellen, auch nur 30 Minuten still auszuharren, denn die Gedanken kreisen pausenlos und es gelingt selten, sie beiseite zu schieben. Man ist sich selbst und seiner Gedankenwelt ausgeliefert und das konzentrierte und bewußte Atmen fällt schwer. Da muss man eben durch. Wenn es dann aber gelingt, saugt man wie ein Schwamm, neue Energie auf. Man fühlt sich sofort nach der Meditation regeneriert, ausgeglichen und zufrieden. Eine Tankstelle der Zufriedenheit.
Donnerstag, 23. Dezember 2010
Viel positive Resonanz
Als ich diesen Blog gestartet hatte, habe ich erstmal Mal gar nicht damit gerechnet, dass ihn jemand liest. Ich wollte einfach meine Gedanken niederschreiben und hatte die Hoffnung, anderen damit zu helfen. Zunächst hatte ich nur meiner Familie und ein paar Freunden, vorsichtig erzählt, dass mein Leben sich geändert hat und ich zum Buddhismus gekommen bin. Verblüfft erfuhr ich, dass meine Schwägerin tatsächlich ein Fan meines Blogs geworden ist und diesen regelmäßig liest (liebe Grüße von hieraus :-) ). Aber nicht nur sie liest diesen Blog regelmäßig, sondern mittlerweile noch viele andere Menschen, die ich nicht persönlich kenne. Das freut mich besonders, denn es zeigt, dass bei vielen der Zeitpunkt des Umdenkens gekommen ist. So hatte ich jetzt im 2. Monat schon über 300 Besucher auf meinem Blog. Ich hoffe, ich konnte und kann mit meinen Ausführungen allen ein wenig helfen, die sich neu mit dem Buddhismus befassen. Ich würde mir wünschen, dass jeder vielleicht zu meinen Postings einen Kommentar hinterlässt, der etwas dazu zu sagen hat. Schreibt also, was Euch auf dem Herzen liegt, den auch mit Euren Kommentaren kann man anderen Menschen helfen.
Liebe Grüße
Euer Buddhy
Liebe Grüße
Euer Buddhy
Mittwoch, 22. Dezember 2010
Nach der Meditation ist vor der Meditation
In den letzten Tagen hatte ich, bedingt durch das Schneechaos und sonstigen Trubel, leider wenig Zeit, mich um den Blog zu kümmern. Mir ist jetzt vor allen Dingen klar geworden, wie wichtig doch die Meditation ist. Ich versuche täglich 1-2 Mal zu meditieren, meist 10-20 Minuten. Einmal in der Woche treffe ich mich ja mit meiner Sangha (das Wort für die buddhistische Gemeinde). Dort meditieren wir zu Anfang gemeinsam ca. 30-40 Minuten. In den letzten zwei Wochen fiel es mir schwer, mich zu fokussieren, es kehrte eine innere Unruhe ein, die ich eigentlich so nur vor meiner buddhistischen Praxis kannte, konnte mir aber nicht erklären, warum! Mittlerweile, nach der Zugrückgewinnung meiner buddhistischen Gelassenheit, wie ich das immer nenne, habe ich den Grund gefunden. Wie schon oben erwähnt und wohl jedem selbst aufgefallen, hat ja der Schnee ganz Deutschland lahm gelegt und ich konnte nun schon zwei Wochen hintereinander nicht an den Treffen teilnehmen. Aber genau diese intensive Meditation von 30-40 Minuten bringt mir persönlich, wie es aussieht, sehr viel. Auch hatte ich meine allgemeine, tägliche Meditation außer Acht gelassen und dies führt unweigerlich wieder zu innerer Unruhe. Zwar werde ich (komme, was wolle :-) ) morgen erst wieder an dem Treffen teilnehmen, ich habe jedoch extrem darauf geachtet, mindestens morgens einmal zu meditieren. Es hat nur ein, zwei Tage gedauert und ich wurde wieder ruhiger!
Was macht man genau in der Meditation?
Ich selbst bin hier auch noch nicht zu 100% firm und habe mir häufig die Frage gestellt, ob ich denn richtig meditiere aber der Erfolg gibt mir aktuell recht. Zunächst beginne ich nur auf meinen Atem zu achten, um meinen Geist ruhig werden zu lassen. Wenn ich merke, dass ich ruhig und konzentriert bin, lasse ich einfach die Gedanken kommen, betrachte diese und wenn es Probleme sind, suche ich nach der Ursache. Es ist erstaunlich, wie klar man oft den wahren Kern eines Problems in der Meditation erkennt und hat man erstmal diesen erkannt, ist eine Lösung nicht weit. Manchmal sitze ich auch einfach nur da und versuche, so wenig wie möglich Gedanken zuzulassen, schiebe sie, wenn sie auftauchen, sanft beiseite. Einfach ruhig, verweile ich so und tanke Ruhe und Kraft. Ich merke immer nach einer Meditation, dass ich viel mehr Energie als vorher verspüre. Es gibt einige Studien über die Meditation, die wirklich erstaunliche Erkenntnisse zu Tage bringen, so ist der Geist eines regelmäßig Meditierenden wacher und kreativer.
Ich werde bald mal ein paar Bücherempfehlungen veröffentlichen, die mir sehr geholfen haben, das große Ganze etwas mehr zu verstehen.
Was macht man genau in der Meditation?
Ich selbst bin hier auch noch nicht zu 100% firm und habe mir häufig die Frage gestellt, ob ich denn richtig meditiere aber der Erfolg gibt mir aktuell recht. Zunächst beginne ich nur auf meinen Atem zu achten, um meinen Geist ruhig werden zu lassen. Wenn ich merke, dass ich ruhig und konzentriert bin, lasse ich einfach die Gedanken kommen, betrachte diese und wenn es Probleme sind, suche ich nach der Ursache. Es ist erstaunlich, wie klar man oft den wahren Kern eines Problems in der Meditation erkennt und hat man erstmal diesen erkannt, ist eine Lösung nicht weit. Manchmal sitze ich auch einfach nur da und versuche, so wenig wie möglich Gedanken zuzulassen, schiebe sie, wenn sie auftauchen, sanft beiseite. Einfach ruhig, verweile ich so und tanke Ruhe und Kraft. Ich merke immer nach einer Meditation, dass ich viel mehr Energie als vorher verspüre. Es gibt einige Studien über die Meditation, die wirklich erstaunliche Erkenntnisse zu Tage bringen, so ist der Geist eines regelmäßig Meditierenden wacher und kreativer.
Ich werde bald mal ein paar Bücherempfehlungen veröffentlichen, die mir sehr geholfen haben, das große Ganze etwas mehr zu verstehen.
Dienstag, 14. Dezember 2010
Nichts ist beständig und "et kütt wie et kütt"
Ob die Kölner meiner Geburtsstadt bei dem Spruch "et kütt wie et kütt", also "es kommt, wie es kommt", buddhistisch beeinflußt waren? Wohl kaum :-) Und doch ist es so. Wenn man lernt zu akzeptieren, dass nichts im Leben (in aller Regel) Bestand hat und sich alles immer und ständig im Wandel befindet, lernt man, nicht an Dingen anzuhaften. Die Anhaftung wird im Buddhismus als ein Weg zum Leid gesehen. Wir neigen dazu, Dinge die wir uns z.B. hart erarbeitet haben, nicht mehr hergeben zu wollen. Sie haben für uns einen sehr hohen Wert, den wir um alles in der Welt schützen wollen. Dadurch leiden wir aber häufig. Wenn ich mir eine tolle Uhr kaufe, dann erfüllt sie mich vielleicht mit Stolz, ich trage sie gerne, weil sie mir gefällt, es freut mich, wenn andere mich darauf ansprechen, ich fühle mich gut mit ihr. Sind die Zeiten schlecht, werde ich sie vielleicht verkaufen müssen. Viele Menschen zögern solche Dinge bis zum Letzten hinaus. Die Trennung von liebgewordenen Gegenständen tut weh, erzeugt Leid, da man vielleicht lange dafür sparen musste. Wenn man aber in dem Moment, in dem man sich etwas tolles leisten kann, einfach nur zufrieden ist, dass es aktuell so ist und den Gegenstand, sei es ein Auto, ein Schmuckstück etc. von Anfang an als etwas sieht, dass dem ständigen Wandel unterliegt und vielleicht auch bald schon wieder weg sein kann, so leidet man später nicht. Heute da, schön! Morgen weg? Auch ok.
Da kommen wir dann wieder zum Punkt: Im Hier und Jetzt zu leben! Zu genießen was man heute hat, sich darüber freuen, es auskosten ... es könnte morgen schon weg sein und wenn es nichts Existenzielles ist, dann nicht dem nachtrauern, was nicht zu halten war. "Et kütt wie et kütt" uuuunnnd .... der Kölner würde noch hinzufügen: "Et hätt noch immer jotjejange!"
Freitag, 10. Dezember 2010
Alles braucht seine Zeit
Habe heute mal wieder festgestellt, wie schnell man doch Gefahr läuft, in alte Muster zu verfallen. Heute war scheinbar der Tag X bei mir, an dem ich zu sehr über die Vergangenheit nachgedacht habe. Ich habe zwar innerhalb weniger Minuten die Ruhe und Gelassenheit wiederhergestellt aber man sieht, man muss sich laufend in Achtsamkeit üben, um nicht in alte Muster zu verfallen. Allerdings ist es auch schön zu erfahren, dass man den Geist deutlich besser kontrollieren kann, als früher.
Donnerstag, 9. Dezember 2010
Hintergrundinfos zum Buddhismus
Ich habe es gewagt, mit einem beginnenden Wissen, Hintergrundinfos zum Buddhismus aufzuschreiben.
http://alles-in-buddha.blogspot.com/p/buddhismus-info.html
http://alles-in-buddha.blogspot.com/p/buddhismus-info.html
Mittwoch, 8. Dezember 2010
Ich lese und lese ...
Und komme kaum zum Schreiben. Ich werde aber in den nächsten Tagen ein wenig von dem schreiben, was ich gelesen habe :-) Waren ein paar interessante Dinge dabei.
Montag, 6. Dezember 2010
Meine Tocher ist "angesteckt" :-)
Es ist schon faszinierend. Meine Tochter (fast 13), hat ja mitbekommen, dass ich mich verändert habe und dass ich immer donnerstags in meinen "Buddhaclub", wie sie das ausdrückt, gehe. Sie war sehr neugierig und ich versuche so gut wie möglich, ihr das alles näher zu bringen und sie wendet es tatsächlich an. In der Schule habe sie einer Freundin geholfen, die sich verrückt mit einer Arbeit gemacht hat und Angst hatte, dass sie eine schlechte Note bekommt. Meine Tochter hat ihr dann erklärt, dass sie jetzt gar nichts mehr daran ändern kann, die Arbeit ist geschrieben und egal, wie sehr sie sich den Kopf zerbricht, es wird ihr nichts nützen. Also sollte sie doch jetzt die Zeit genießen und keine Gedanken mehr an die Arbeit verschwenden :-) Das hat sie dann auch gemacht und letztendlich war es nicht so schlimm und nur eine 3.
Mich freut es total, dass sie das schon so aufgenommen und weitergegeben hat.
Sonntag, 5. Dezember 2010
Man beachte die Achtsamkeit ...
Da habe ich mir doch glatt gestern den Tag "versaut" da ich eine der fünf Achtsamkeitsübungen nicht, trotzdem es mir bewußt war, angewandt hatte: "Im Zorn sollst du schweigen" (nicht der genaue Wortlaut). Ich habe mich zu einer Äußerung hinreißen lassen, die ich nur tat, weil ich mich geärgert hatte. Obwohl ich schon die "buddhistisch abgemilderte Form" :-) gewählt hatte, reichte es aus, um einen riesen Streit vom Zaun zu brechen. Buddhistisch abgemildert deshalb, da ich noch vor ein paar Monaten mit der Keule drauf gehauen hätte :-) Naja, als ich gemerkt hatte, dass da was schief läuft, habe ich wirklich mit aller Ruhe und allen Mittlen noch versucht, den Streit im Zaum zu halten aber es war einfach zu spät.
Tja, ich habe unmittelbar gespürt, was negative Energie verursacht. Hätte ich mich einfach zurückgenommen, tief geatmet und meine Antwort zumindest mal auf den nächsten Tag verlegt, wäre es mit absoluter Sicherheit nicht zu einem Streit gekommen. Ich hätte vermutlich am nächsten Tag nicht mal mehr die Antwort verfaßt. Das war für mich sehr lehrreich und es zeigt, man muss wirklich achtsam leben und auch in schwierigen Situationen sich einfach an gewisse Grundregeln der Achtsamkeit halten, dadurch läßt sich viel vermeiden.
Ich bin ein sehr stolzer Mensch und deshalb fiel es mir besonders schwer aber wenn das Ergebnis meines unsinnigen Stolzes mich so viel Nerven kostet, dann werde ich daran arbeiten aus Stolz, Bescheidenheit zu machen.
Samstag, 4. Dezember 2010
Ich singe und pfeife :-)
Es ist schon faszinierend. Ich bin einfach ausgeglichen. Meine gesamte Haltung färbt auf mein Umfeld und mich ab. Ich ertappe mich beim Pfeifen und Mitsingen eines Songs beim Autofahren. Mein Geist zeigt mir, in welcher Verfassung ich derzeit bin. Das ist schön und gefällt mir.
Freitag, 3. Dezember 2010
Der Samen für mein "Leben nach dem Tod"
Mit einer nie dagewesenen Klarheit sehe ich mein "Leben nach dem Tod". Wieviele Menschen machen sich Gedanken, was nach dem Tod kommt: Das Paradies? Die Erlösung? Der Himmel? Eine Wiedergeburt? Da es im Buddhismus nicht nur erlaubt, sondern von Buddha selbst erwünscht wurde, die Lehren zu hinterfragen und sie nur anzunehmen, wenn man sie geprüft und für richtig befunden hat, habe ich für mich persönlich die Frage geklärt, was nach meinem Tod kommt. Nicht das ich weiß, was danach kommt. Nein! Aber mit meiner mittlerweile eingekehrten buddhistischen Gelassenheit, trete ich auch dieser Frage entgegen! Was erwartet mich nach dem Tod? Das ist mir erst mal total schnuppe. Was kommt, das kommt und sollte ich im "Danach" noch denken können, na dann werde ich schauen, was es zu tun gibt. Sollte ich nicht mehr sein, dann kümmert es mich erst recht nicht. Wäre ja fürchterlich, wenn ich die ganze Zeit denke: Es kommt das Paradies, es kommt die Wiedergeburt und dann macht es puff und nix ist :-) Deshalb möchte ich zu Lebzeiten das anstoßen, was mich über meinen Tod hinaus in den Herzen derer, die mich mochten, weiterleben läßt. Ich möchte Menschen helfen. Thich Nhat Hanh sagte sinngemäß: Wie möchtest Du die Welt verbessern, wenn Du nicht mal die Menschen um Dich herum glücklich machen kannst? Das ist absolut richtig. Ich fange genau hier an. Ich mache meine Familie und Freunde glücklich, wann immer ich kann. Meinen Kindern möchte ich in dieser Hinsicht ein Vorbild sein, so dass auch die verstehen, wie wichtig es ist, um sich herum Harmonie und Glück zu schaffen. Manchmal kann man mit wenigen Worten schon Freude schenken und die positive Energie verteilt sich von jedem, der Freude empfangen hat, zum nächsten. Das muss auch nicht im Geschäftsleben halt machen! Hier ein kleines Beispiel, dass mir heute widerfahren ist:
Ein Kunde hatte auf meiner Internetplattform einen Auftrag platziert. Als ich ihn dann heute mahnte, nachdem keine Zahlung eingegangen ist, bekam ich als Antwort, dass er den Auftrag doch storniert habe. Ein Storno ist aber nie eingegangen und als gewerblicher Kunde besaß er ohnehin kein Rücktrittsrecht. Er versuchte sich trotzdem herauszuwinden. Wenn ich gewollt hätte, dann hätte er zahlen müssen, die Rechtsprechung ist hier eindeutig. Ich habe aber diesem Kunden geschrieben, dass ich aus Kulanz freiwillig seinen Auftrag storniere und habe ihn belehrt, warum ich dies eigentlich nicht müsste. Dafür hatte ich eine Bitte: Sollte er einmal selbst in seine ähnliche Situation geraten, in der er zwischen Recht und Kulanz entscheiden müsse, dann solle er sich daran erinnern, wie ich zu seinen Gunsten entschieden habe und sich auch für die Kulanz entscheiden. Er dankte mir herzlich, war von meiner Antwort angetan und versprach, sich daran zu erinnern. Ich bin mir sicher, dass wird er und wenn er das tut, so habe ich, ohne mein unmittelbares Zutun, jetzt schon einem weiteren Menschen darüber hinaus geholfen.
Ich hoffe, dass ich noch viele Jahre lebe, und viele solcher Beispiele folgen werden. Wenn sich die Menschen, die mich kannten, dann gerne an mich erinnern, dann trägt der Samen, den ich zu Lebzeiten säte, Früchte und so könnte sich auch der Kreislauf der Wiedergeburt schließen, an den die Buddhisten glauben. Wenn ich meine positive Energie weitergebe, meine Kinder dies auch praktizieren, so wird auch ein Teil von mir in den Kindern meiner Kinder „wiedergeboren“, selbst wenn ich einmal nicht mehr bin.
Mittwoch, 1. Dezember 2010
Gefühlswirrwar ...
Je mehr ich mich mit bem Buddhismus befasse umso mehr Fragen tauchen auf. Als Buddhist strebt man ja nach Erleuchtung. Erleuchtet ist man, wenn man in der Lage ist, über den Dingen zu stehen, also jenseits von guten und schlechten Taten. Durch Handlungen erzeugt man "gutes" oder "schlechtes" Karma. Das Karma ist wiederum der Samen für die Wiedergeburt, die, wie man sie als "Unwissender" interpretiert, nichts damit zu tun hat, dass man selbst als neuer Mensch Wiedergeboren wird und Kenntnisse aus dem "alten" Leben mitnimmt. Die Wiedergeburt ist aber nicht das angestrebte Ziel, sondern das Nirvana, quasi eine Verschmelzung mit allem und dem Nichts - die Unterbrechnungs des Kreislaufs der Wiedergeburt.
Hört sich alles etwas wirr an? So geht es mir auch! Aber ich versuche mehr und mehr in Erfahrung zu bringen um zumindest einmal hier "erleuchtet" zu werden. Diesem Bereich stehe ich persönlich noch etwas skeptisch gegenüber und erst, wenn ich vollkommen verstehe, entscheide ich für mich, an was ich glaube, ganz im Sinne des Buddhismus :-)
Hört sich alles etwas wirr an? So geht es mir auch! Aber ich versuche mehr und mehr in Erfahrung zu bringen um zumindest einmal hier "erleuchtet" zu werden. Diesem Bereich stehe ich persönlich noch etwas skeptisch gegenüber und erst, wenn ich vollkommen verstehe, entscheide ich für mich, an was ich glaube, ganz im Sinne des Buddhismus :-)
Montag, 29. November 2010
Thich Nhat Hanh
Lese gerade ein Buch von "Thich Nhat Hanh". Ich muss ehrlich sagen, teilweise für mich sehr komplizierte Zusammenhänge, die es zu begreifen gilt. Werde am Donnerstag mal zum EIAB gehen und mit einem der Mönche sprechen und auf Antworten hoffen.
Für mich ist es aktuell eine spannende Zeit. Ich merke täglich die Veränderungen an mir und meiner Wahrnehmung der Dinge. Ich bin viel gelassener. Ein Beispiel dafür habe ich am Tag meines Fluges nach Spanien erlebt. Überall kamen frisch die Terrorwarnungen in den Medien, am Flughafen gingen schwer bewaffnete Polizeibeamte auf und ab. Ich habe mir zunächst Sorgen gemacht, ob denn wohl alles gut geht. Aber wozu? Meine Gedanken kreisten um den Abflugstag. Was wäre wenn? Aber genau diese Gedanken sind unnötig. Als Buddhist lebt man heute und nicht in der Zukunft. Was für eine Wahl hatte ich? Fliegen mußte ich sowieso. Da konnte ich nichts ändern. Warum sollte ich mich also Tage vorher verrückt machen, was alles passieren konnte, wenn diese Gedanken mich ohnehin nicht davon abhalten konnten zu fliegen? Also übte ich mich in Gelassenheit. Was kommen sollte, kommt sowieso. Nichts daran könnte ich Kraft meiner Gedanken ändern, egal wie intensiv ich darüber nachdachte. Also lies ich es sein und dachte keine Sekunde mehr über eventuelle Gefahren nach. Ich landete ein paar Tage später überpünktlich und sicher in Spanien. Hätte ich mir, wie viele Menschen, den ganze Zeit vorher darüber den Kopf zerbrochen, hätte ich viel Zeit meines Lebens verschwendet, für etwas, das mal wieder nicht eingetreten ist.
Ich kann nur jedem raten, sich nicht über "ungelegte Eier" Gedanken zu machen. Gelassen abwarten und auf Situationen reagieren, wenn Sie tatsächlich eine Reaktion verlangen.
Samstag, 27. November 2010
Meine erste, eigene Meditation
Heute habe ich zum ersten Mal alleine, zu Hause, meditiert. Bislang hatte ich das ja nur im EIAB, bei den geführten Meditationen, gemacht. Habe es geschafft, meinen Geist teilweise komplett zu leeren. Ein interessante Erfahrung, wenn man es schafft, tatsächlich nichts zu denken, vor allen Dingen, weil in dem Moment auch die Zeit keine Rolle spielt. Wir Menschen neigen ja dazu, immer in Zeitabschnitten zu denken. Wie lange sitze ich hier schon? Was mache ich danach? Das ist alles weg und ich kann mir gut vorstellen, dass man mit mehr Übung stundenlang im "Nichts" verweilen kann.
Freitag, 26. November 2010
Das Leben der Moskitos
Gestern habe ich an meinem 2. Treffen im EIAB teilgenommen. Die Gruppe war deutlich größer als das letzte Mal und diesmal war es ein Mönch, der die Meditation und den Abend führte. Nach der Sitzmeditation haben wir über die Wege der Achtsamkeit gesprochen, sind aber nicht weit gekommen, da schon der erste Weg: "Ehrfurcht vor dem Leben" zu Fragen führte.Darf man ein Moskito töten? Sicher nicht, wenn man den Pfaden der Achtsamkeit folgt. Aber verursacht ein Moskito nicht auch Leid durch den Stich? Durch übertragbare Krankheiten? Andererseits, was kann ein Moskito dafür, dass es eben ein Moskito ist? Das es Blut trinken muss, um zu überleben? Das es gar keine Wahl hat zu stechen oder nicht! Ich habe für mich beschlossen, keiner Mücke mehr was zu tun. Ich werde sie künftig einfangen und hinausbefördern.
Ich denke, wenn man die Möglichkeit hat, selbst das kleinste Insekt, leben zu lassen, dann soll man es tun. Ich werde sicher nicht auf das Autofahren verzichten, weil ich dadurch einen Haufen Insekten töte, denn so wie die Mücke Blut saugen muss, benötige ich das Auto, um zu überleben oder auch hin und wieder Fleisch, für das auch ein Tier sterben muss. Ich werde aber achtsamer damit umgehen.
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